Das Schnurren der Katze - eine vielfältige Sprache

Neben dem Miauen ist das Schnurren der bekannteste Laut, den unsere geliebten Stubentiger regelmäßig von sich geben. Doch wieso tun sie dies und was bedeutet das Schnurren überhaupt? Viele denken hierzu recht einfach; eine schnurrende Katze ist eine glückliche Katze. Das stimmt so aber nicht ganz, denn das Schnurren wird von der Katze nicht nur bei Wohlbefinden eingesetzt. Das Schnurren ist also sehr viel komplexer, als es den Anschein hat.



Beim sogenannten Schnurren handelt es sich um ein niederfrequentes, vibrierendes Geräusch, welches durch die Atmung der Katze entsteht. Wie genau dieser Laut erzeugt wird, ist noch nicht ausreichend erforscht und umstritten. Zurzeit gibt es mehrere Theorien:


Kehlkopf: durch schnelles an- und entspannen der Kehlkopfmuskeln weitet und verengt sich die Stimmritze, die Atemluft wird in Vibration versetzt.


Zungenbein: der Atemluft-Strom erzeugt am Zungenbein (Verbindung zwischen Zunge und Schädel) eine Reibung. Dies ist als Vibration wahrnehmbar.

"Falsche" Stimmbänder: zwei zusätzliche Hautfalten hinter den Stimmbändern werden durch die Atemluft in Schwingung versetzt.

Die Gründe, wieso eine Katze schnurrt, sind vielfältig und von der jeweiligen Situation abhängig:


Wohlbefinden: Ob beim Fell pflegen mit anderen Artgenossen oder kuscheln mit dem geliebten Menschen. Wenn die Mieze sich wohlfühlt, drückt sie dieses Gefühl mit einem beherzten Schnurren aus.



Kommunikation: Das Schnurren dient auch als direktes Kommunikationsmittel. So fordern junge Katzen damit ihre Artgenossen zum Spielen auf. Dominante Katzen schnurren gegenüber unterlegenden Artgenossen, um diesen zu signalisieren, dass sie sich entspannen dürfen und keine Angst haben brauchen. Gegenüber dem Menschen wird das Schnurren genutzt, um Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit und Futter einzufordern.


Nachwuchs: Nach der Geburt schnurrt die Katzenmama, um ihre Kitten zu beruhigen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Nähe zu geben. Diese wiederum erwidern das Schnurren, um der Mutter zu signalisieren, dass bei ihnen alles in Ordnung ist und sie gut versorgt sind.


Schmerzlinderung: Das Schnurren ist auch bei Verletzungen oder Schmerzen zu beobachten. Es wird vermutet, dass die Katze sich damit zu beruhigen versucht und so ihre Schmerzen lindern möchte.

Angst: Ebenso wie bei Schmerzen wird das Schnurren auch dazu eingesetzt, den Stress bei Angst-Situationen zu reduzieren. Deshalb ist dieses Verhalten oft bei Tierarztbesuchen zu beobachten, die für die meisten Miezen eben solche Stress-Situationen darstellen.


Das Schnurren ist für die Katze aber auch aus gesundheitlicher Sicht sehr wichtig, denn die Dauerschwingungen haben einen unterstützenden Effekt auf Heilung und Gesunderhaltung von Organen und Knochen. Zudem aktivieren die Vibrationen den Stoffwechsel und die Muskulatur. Dies ist sehr wichtig, da die Fellnasen ein Großteil des Tages ruhen und schlafen. Weil ihr Körper für die Jagd trotzdem fit und agil bleiben muss, schnurren sie einfach, es ist ein Training für ihren Körper.



Aber auch für uns Menschen hat das Schnurren unserer Katzen gesundheitliche Vorteile. So wirkt es auf uns beruhigend, lindert Stress und kann sogar bei Schlafstörungen helfen. Zusätzlich setzt das beruhigende Geräusch in unserem Körper Glückshormone frei. Zudem soll es den Blutdruck senken können. Vom Schnurren profitieren also nicht nur die Katzen selbst, sondern auch wir.

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