Katzenstreu-Varianten im Vergleich

Was so gut wie jeder Katzenhalter in regelmäßigen Abständen kaufen muss, ist das Katzenstreu. Der Markt dafür ist riesig und zahlreiche Hersteller bieten eine große Auswahl an verschiedenen Produkten an. Dementsprechend kann es doch schon verwirrend sein, für die eigenen Katzen das passende Streu zu finden. Wir haben in diesem Beitrag die wichtigsten Fakten zusammengefasst.


Grundsätzlich lässt sich das Katzenstreu in zwei große Bereiche einteilen:

Klumpstreu Als Klumpstreu bezeichnet man alle Streu-Arten, die Klumpen bilden, sobald sie mit Flüssigkeit in Berührung kommen. Der Vorteil ist, dass mit einer Streuschaufel nicht nur der Kot, sondern auch der verklumpte Urin herausgesiebt werden kann. Dies hat natürlich zum Nachteil, dass man sich für die Reinigung etwas Zeit nehmen muss. Dafür ist die Katzentoilette danach aber auch wirklich sauber. Nicht klumpende Streu Es wird im Volksmund auch "Hygienestreu" genannt. Bei Kontakt mit Flüssigkeit wird diese durch die hohe Saugkraft der einzelnen Körner absorbiert und eingeschlossen, es bilden sich dabei keine Klumpen. Der Vorteil ist, dass bei der Reinigung nur der Kot herausgesucht werden muss. Dafür ist halt permanent sauberes Streu mit verunreinigtem Streu vermischt. Deshalb sollte man es komplett austauschen, sobald sich mehr verbrauchte als frische Streukörner im Katzenklo befinden.

Als Grundlage für die Produktion von Katzenstreu kommen in heutiger Zeit einige Rohstoffe in Frage, welche alle ihre eigenen Vor-und Nachteile mit sich bringen. Die wichtigsten haben wir nachfolgend zusammengefasst:

Bentonit (Klumpend): Die meisten Katzenstreu-Sorten bestehen aus diesem Tonmineral, welches die Eigenschaft hat, bei Kontakt mit einer Flüssigkeit direkt zu verklumpen und diese damit zu absorbieren.



Vorteile: - direkte Flüssigkeitsbindung, sorgt für trockenere Pfoten

- ähnelt Sand und Erde, somit "naturnaher" für die Katze

- gezielte Reinigung mit Entfernung der geklumpten Flüssigkeit möglich

- sparsam im Verbrauch durch die effektive Reinigung

- sowohl in fast jedem Supermarkt, als auch überall online erhältlich

- im Menge-Preis-Verhältnis recht günstig


Nachteile:

- hat oft eine stärkere Staubbildung, diese kann gesundheitsschädlich sein

- muss über den Restmüll aufwendig entsorgt werden

- verklebt bei manchen Streu-Sorten hartnäckig an der Katzentoilette oder Streuschaufel

- höheres Gewicht

- Rohstoff entstammt dem Tagebau, somit umweltbelastend

- nicht für Allergiker geeignet Andere Mineralien (Nicht Klumpend): Dieses Katzenstreu zeichnet sich durch eine hohe Saugkraft aus, dabei verklumpt es nicht. Als Rohstoffe kommen unter anderem Zeolith, Sepiolith, Attapulgit oder Kalk zum Einsatz.


Vorteile - gute Saugkraft

- ist wie Bentonit-Streu auch so gut wie überall erhältlich

- kostengünstiges Menge-Preis-Verhältnis

- schnelle Reinigung, da nur Kot entfernt werden muss

Nachteile:

- häufiger Komplettwechsel nötig

- hat wie Bentonit-Streu eine höhere Staubentwicklung

- nur mäßige Geruchsbindung

- bei punktueller Überbelastung neigt es schnell zum Übernässen Pflanzenstreu (Klumpend und Nicht-Klumpend): Es wird auch gerne Öko-Streu genannt und ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus viele Katzenhalter gerückt. Da es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, ist diese Katzenstreu-Variante wohl die bisher umweltfreundlichste Möglichkeit. Verwendet werden unter anderem Pflanzenfasern, Holzspäne oder Maiskörner.



Vorteile:

- biologisch abbaubar

- kompostierbar oder kann sogar in der Toilette entsorgt werden

- staubarm, der Staub ist nicht so gesundheitsschädlich wie der von Bentonit

- sehr saugstark und gute Klumpenbildung

- leicht im Gewicht


Nachteile:

- trägt sich gerne durch das geringe Gewicht über die Katzenpfoten in den Rest der Wohnung

Silikat-Streu (Klumpend und Nicht Klumpend): Dieses Katzenstreu wird auf Basis von Kieselgel hergestellt. Diesen Rohstoff findet man übrigens auch in den kleinen Säckchen, welche manchen Produkten beigelegt werden, um diese trocken zu halten. Denn Kieselgel ist stark wasseranziehend. Das Besondere daran ist, dass geruchsintensive Stoffe absorbiert werden, während die Flüssigkeit wieder verdunsten kann. So kann die Katzentoilette über einen längeren Zeitraum trocken und geruchlos bleiben.


Vorteile: - meist staubarm, daher auch für Allergiker geeignet

- gute Geruchsbindung und Flüssigkeitsaufnahme

- geringes Eigengewicht


Nachteile:

- wird nicht von allen Katzen akzeptiert

- verfärbt sich bei Katzenurin gelb, daher nicht sehr ansehnlich

- lautes Rascheln beim Scharren

- höhere Kosten im Menge-Preis-Verhältnis

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