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Katzenflöhe effektiv bekämpfen, was kann ich tun?


Was sind denn überhaupt Katzenflöhe? Die Katzenflöhe sind parasitär lebende Insekten. Das heißt, dass sie sich von einem Wirt ernähren. Somit halten sie sie sich vorwiegend auf dem befallenen Tier auf. Mit 3 Beinpaaren ist der Katzenfloh sehr mobil und kann größere Distanzen im Sprung überwinden (bis zu eineinhalb Meter). Neben der Katze können auch Hunde oder wir Menschen als Wirte dienen. Die Männchen sind etwa 1mm, die Weibchen ganze 3mm groß.

In der Vermehrung ist der Katzenfloh ein Meister. Ein befruchtetes Weibchen legt bereits nach wenigen Tagen auf dem Wirt etwa 30-50 Eier ins Fell ab. Diese verteilen sich dann meistens in den Aufenthaltsorten der Katze, z.B in den Schlafplätzen. Je nach Umgebungsbedingungen sind aus den Eiern bereits in wenigen Wochen ausgewachsene Katzenflöhe geworden. Diese vermehren sich dann wiederum.

Die Larven ernähren sich hauptsächlich vom Kot der erwachsenen Katzenflöhe, welche sich wiederum vom Blut des Wirts ernähren.

Welche Gefahren gehen von einem Katzenfloh aus?

Flöhe können für die Katze eine Gefahr darstellen, die leider oft unterschätzt wird.

Flöhe sondern beim Biss Speichel ab, der die Blutgerinnung verhindern kann. Zudem ruft der Speichel oft eine allergische Reaktion hervor. Diese nennt sich FAD (Flohspeichel- Allergie- Dermatitis). Es kommt zu starkem Juckreiz, wodurch die Katze sich verstärkt kratzt. Dies kann zu blutigen Eigenverletzungen führen. Weitere Symptome sind Hautausschlag und Haarausfall an den betroffenen Stellen.

Eine Streuner-Katze mit starkem Flohbefall. Das Fell hat bereits deutlich gelitten.

Durch den Kot der Flöhe kann die Bartonellose übertragen werden. Die Katzen nehmen diesen Erreger automatisch bei der Fellpflege mit auf. Dieser kann (die meisten infizierten Katzen leben symptomfrei) zu einem verminderten Tastsinn, zu Gleichgewichtsstörungen und Entzündungen der vorderen Augenkammer führen. In vielen Fällen führt er auch zu einem Anschwellen der Lymphknoten. Der Bartonellose Erreger ist für Menschen gefährlicher. Durch einen Katzenkratzer kann es zur Übertragung kommen, da sich unter den Krallen meist infizierter Flohkot befindet.

Eine Aufklärung zur Krankheit findet ihr hier ->Apotheken-Wissen/Katzenkratzkrankheit

Mittlerweile wird bereits vermutet, dass Flöhe auch als Überträgerparasiten für bekannte Virus-Erkrankungen wie Katzenschnupfen und Katzenaids dienen.

Wie erkenne ich einen Flohbefall?

Ein Flohbefall kann durch viele Anzeichen erkannt werden. Eindeutigstes Zeichen ist, wenn sich eure Katze selbst übermäßig kratzt und sehr unruhig verhält. Weiterhin findet sich im Fell der Kot der Flöhe. Kleine dunkle Körnchen, welche beim Zerdrücken im Taschentuch unverdaute Blutreste freigeben. Diese kann man am besten mit einer Flohbürste herauskämmen. Zudem sind sichtbare Rötungen, Bisswunden und Verkrustungen ein Symptom der Floh-Angriffe.

Häufiges Kratzen sollte immer ernst genommen werden und ist ein sicheres Zeichen eines Befalls

Wie bekämpfe ich den Katzenfloh?

Maßnahmen an der Katze

Neben dem regelmäßigem Kämmen ist eine sogenannte Spot-On Behandlung die wirkungsvollste Methode, um den Katzenfloh effektiv zu bekämpfen. Die Flüssigkeit wird im Nacken der Katze aufgetragen (da sie diese dort nicht ablecken kann). Der Wirkstoff verteilt sich nun über den Hauttalg auf dem gesamten Körper. Für Mensch und Tier ist der Wirkstoff (Imidacloprid) ungefährlich, für Insekten sieht es jedoch anders aus. Da es ein Kontaktgift ist, haben die Flöhe meist nicht mehr die Chance, die Katze überhaupt noch zu beißen. Der Gebrauch eines Spot-On sollte bei mangelnder Erfahrung auf jeden Fall mit einem Tierarzt abgesprochen werden.

Ebenso kann das Insektizid in Tablettenform verabreicht werden. Dieses wirkt dann durch das Blut, folglich also erst beim Biss. Andere Präparate wirken durch Hemmung der Fortpflanzung des Floh´s. Eine Medikamentengabe sollte immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Alternative Methoden stellen Kokosöl, Lavendelöl und Kieselgur dar. Die Wirksamkeit ist jedoch stark umstritten. Sehr beliebt sind zudem Flohbänder, aufgrund der aktiven Lebensweise einer Katze sollte aus Sicherheitsgründen jedoch auf eine Benutzung verzichtet werden.

-Hier dazu mehr-

Ihr dürft eure Katze auf keinen Fall mit Teebaumöl behandeln. Durch das Putzen nehmen die Katzen dieses oral auf. Da der Organismus der Katze die ätherischen Stoffe nicht so schnell abbauen kann, kommt es nach und nach zu einer Anreicherung im Körper. Diese kann zur Vergiftung führen. Symptome können Muskelschwäche- und zittern sowie Depressionen sein. Von diesem Hausmittel sollte somit abgesehen werden.

Maßnahmen in der Umgebung

Auch die Umgebung der Katze muss behandelt werden. Da die Eier der Flöhe keine Haftwirkung haben, fallen sie zum größten Teil aus dem Fell der Katze, wenn diese sich bewegt. Zudem finden die meisten Stadien der Entwicklung in der Umgebung statt und nicht auf dem Tier.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass regelmäßig gesaugt wird, und zwar überall. Größte Priorität sollten hier Teppiche, Schlafplätze und sämtliche Stoffmöbel haben. Zimmerecken und Wandleisten sollten auch gut abgesaugt werden. Die aufgesaugten Rückstände sollten nach Möglichkeit direkt außerhalb der Wohnung entsorgt werden.

Häufig von Eiern befallen: Die Schlafplätze

Katzendecken müssen regelmäßig getauscht werden und bei mind 60° Grad gewaschen werden. Dies muss natürlich auch mit allen anderen von der Katze benutzten Textilien geschehen. Unhandliche Textilien, wie Möbel oder Teppiche können zusätzlich mit einem Dampfreiniger behandelt werden.

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#Flöhe

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