Katzen und Tabletten, wie es gar nicht so schwer ist

Für meisten Katzenbesitzer ist es ein Graus, wenn sie ihrer Katze vom Tierarzt verordnete Tabletten geben müssen. Denn im Gegensatz zum Menschen reicht da nicht einfach gutes Zureden und ein Appell an den gesundheitlichen Verstand. Vielmehr muss man die Katze austricksen und es sie am besten gar nicht wissen lassen, dass sie soeben ein Medikament zu sich genommen haben.

Grundsätzlich ist es immer wichtig, für die Tabletten-Gabe Ruhe zu bewahren. Katzen sind sehr sensible Tiere und merken schnell, wenn man gestresst ist oder eine herausfordernde Situation bevorsteht. Deshalb ist es auch für sie einfacher, wenn sie gar nicht so viel davon mitbekommen.

Nachfolgend haben wir drei Varianten aufgelistet, mit denen es recht einfach ist, einer Katze benötigte Tabletten zuzuführen: Tarnung als Leckerli: Der wohl einfachste Weg ist, die Tablette in einem Leckerli zu verstecken. Dazu eignet sich alles, was knetbar ist und für die Katze verträglich sollte es natürlich auch sein. Leberwurst, Rinderhack, Vitakraft Cat Yums und die üblichen Knabberstangen für Katzen aus dem Supermarkt und Zoofachhandel sind nur einige Beispiele. Wer es etwas professioneller mag, kann auch auf die Easypill-Knetmasse zurückgreifen, welche speziell für diese Situation entwickelt wurde.



Um die Tablette zu verstecken, umschließt man diese einfach mit der Knetmasse bzw. mit dem entsprechenden weichen Leckerli. Der optimale Zeitpunkt der Tabletten-Gabe ist dann, wenn die Mieze Hunger hat, also kurz vor der eigentlichen Fütterungszeit. Dann ist nämlich die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie das "getarnte" Leckerli auch frisst. Am besten gibt man ihr zuerst ein bis zwei normale, um der Katze anschließend das Leckerli mit der versteckten Tablette "unterzujubeln".

Mörsern und Untermischen: Man kann die Tablette auch mit einem haushaltsüblichen Mörser oder einem speziellen Tablettenmörser (hier bei Amazon erhältlich) zu einem feinen Pulver zerkleinern und dieses dann unter das normale Futter mischen, alternativ unter Leberwurst oder Malzpaste.



Da Katzen Gewohnheitstiere sind und eine sehr gute Nase haben, empfiehlt es sich, mit der Tablette ein paar Trockenfutter-Leckerlis zu zerbröseln, sollte das Pulver anschließend ins normale Futter kommen. Damit kann man nämlich den Eigengeschmack des Medikaments überdecken, um eine höhere Akzeptanz des Futters zu gewährleisten.

Tabletteneingeber nutzen: Sollten die ersten beiden Varianten scheitern, kann man die Tablette auch mit einem Tabletteneingeber verabreichen. Bei diesem handelt es sich um eine Art Spritze, mit welcher die Tablette direkt in den Mundraum der Katze gegeben werden kann. Da der Tabletteneingeber das Medikament zusammen mit einer Flüssigkeit verabreichen kann, z.B mit einer Fleischbrühe, ist es dann auch nicht unbedingt so unangenehm für die Katze. Diverse Tabletteneingeber sind unter anderem hier bei Amazon erhältlich. Zur Tabletten-Gabe mit diesem Hilfsmittel einfach die Spritze mit dem Medikament und mit Wasser oder einer für die Katze angenehmen Flüssigkeit füllen. Dann sollte man die Katze leicht festhalten und die Spritze ihrem Mund zuführen und sie dort entleeren. Es ist darauf zu achten, keinen Würge-Reflex auszulösen.

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