Die Katze chippen lassen

Möchte man seiner Katze Freigang gewähren, muss man sich natürlich auch Gedanken machen, ob man ihre Zugehörigkeit kennzeichnen will. Sollte die Mieze nämlich mal verschwinden und irgendwo gefunden werden, kann sie anhand der Kennzeichnung vom Tierarzt ihrem Halter zugeordnet werden.


Aber nicht nur Freigänger sollten gekennzeichnet werden, auch für reine Wohnungskatzen kann dies durchaus sinnvoll sein. Schließlich kann es immer mal vorkommen, dass die Katze aus der Wohnung ausbüxt.



Um Katzen zu kennzeichnen gibt es drei gängige Methoden:


- Tätowierung im Ohr: ein gängiges Verfahren, an dem auch Laien erkennen, dass die Katze einen Besitzer hat. Der Nachteil ist, dass das Tattoo mit den Jahren verblassen oder verschwimmen kann.

- Implantation eines Transponders: die aktuell beste Variante, um eine Katze eindeutig zu kennzeichnen.


- Halsband mit Adressanhänger: Unzuverlässig, da Mieze das Halsband unterwegs auch verlieren kann. Zudem können Halsbänder bei Katzen lebensgefährlich sein.


Somit ist unserer Erfahrung nach die Implantation eines Transponders für alle Katzen die sinnvollste Kennzeichnung. Das Einsetzen geht schnell vonstatten und ist für die meisten Fellnasen relativ schmerzfrei. Um den Transponder zu implantieren wird eine etwas größere Kanüle in die Haut am Halsbereich gestochen. Durch diese wird dann der Transponder unter die Haut gesetzt. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Das Einsetzen ist im Regelfall ungefährlich, da die Injektionsnadel nur flach unter die Haut gesetzt wird und somit keine Nerven oder Gefäße verletzt werden. Da der Transponder mit dem umliegenden Gewebe verwächst, ist es unwahrscheinlich, dass er später im Körper der Katze umherwandert.


Nach dem Einsetzen registriert man die Katze mit ihrer einzigartigen Transponder-Kennnummer in einem der drei großen deutschen Register, diese sind:

- Tasso e.V (kostenlos)


- Findefix (kostenlos)

- Tierregistrierung.de (kostenpflichtig)


Wichtig: Ohne eine Registrierung der Katze kann beim Fund zwar die Transpondernummer ausgelesen werden, sie ist dann aber keinem Halter zugeordnet. Somit kann auch keiner kontaktiert werden, wenn die Katze wieder aufgetaucht ist. In manchen Fällen bietet der Tierarzt an, das Tier dort zu registrieren. Sollte er dies jedoch nicht tun, muss man die Registrierung selbst durchführen.

Der Transponder ist rund 11-12 mm lang und 2 mm dick. Er besteht aus einem RFID

-Chip und einer kleinen Antenne. Die Außenhülle ist aus einem gewebeverträglichen Material gefertigt. Der Chip verfügt über eine fest eingespeicherte 15-stelligen-Identifikationsnummer, welche einmalig vergeben wird. Der Transponder ist übrigens passiv, er benötigt keine Batterie und sendet keine gefährlichen Strahlen aus. Er hält ein Tierleben lang und muss somit nicht ausgetauscht werden.


Im Regelfall hat der Tierarzt den Transponder mit der entsprechenden Injektor-Nadel vorrätig. Wer ihn jedoch selbst bestellen will, wird unter anderem hier bei Amazon

fündig. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass man den Transponder unbedingt fachmännisch vom Tierarzt setzen lassen sollte.



Möchte man den Transponder beim Tierarzt auslesen, wird dieser mit einem Lesegerät am Hals der Katze nach diesem suchen. Findet das Gerät einen Chip (über elektromagnetische Wellen), kann das Lesegerät die Identifikationsnummer auslesen und anzeigen. Mit dieser Nummer kann der Tierarzt dann bei den Registrierung-Stellen anfragen, ob das Tier vermisst wird bzw. wer der rechtmäßige Halter der Katze ist.

Die Kosten für eine Implantation und für den Transponder-Chip sind relativ überschaubar. Das Einsetzen ist durch die Gebührenordnung für Tierärzte

geregelt und kostet aktuell 6,41 Euro. Der Transponder-Chip bewegt sich im preislichen Rahmen von etwa 5 bis 15 Euro. Es ist übrigens empfehlenswert, im Rahmen der Kastrations-Narkose auch eine Tätowierung am Ohr vornehmen zu lassen. Selbst wenn diese irgendwann verblasst, können Laien somit wenigstens erkennen, dass die Katze registriert ist. Schaut sich dann ein Tierarzt oder das Tierheim die Fundkatze an, wird sie sowieso auf einen eventuellen Transponder untersucht.

Wer möchte, kann wie bereits oben erwähnt, nach Absprache mit dem Tierarzt den Injektor auch selbst bestellen und dann einfach zum nächsten Termin mitbringen. Dafür können wir die Transponder von Voss.Pet empfehlen, welche unter anderem hier bei Amazon erhältlich sind:





Noch auf der Suche nach artgerechtem Katzenfutter?

Dann schau doch mal bei unserer Nassfutter-Liste vorbei, in welcher wir Hersteller gesunder Katzennahrung zusammengefasst haben

Empfehlenswertes Katzenspielzeug für ein wenig Abwechslung