Übergewicht bei Katzen & wie man es in den Griff bekommt

    Leider ist es heutzutage so, dass immer mehr Katzen in deutschen Haushalten übergewichtig sind. Dies liegt einerseits an der oft vorherrschenden falschen Ernährung der Fellnasen und andererseits an der falsch gelebten Gutmütigkeit, welche wir Katzenhalter gerne mit zahlreichen Leckerlis für unsere Katzen ausdrücken.


    Das Übergewicht bei einer Katze definiert sich darin, dass sie mehr Fettpolster im Körper angelegt hat, als es für ihr Normalgewicht üblich ist. Ob eine Katze übergewichtig ist, kann durch einige Merkmale recht schnell herausgefunden werden:

    Tastbarkeit der Rippen und des Rückgrats: Beim Streicheln über den Brustkorb und Rücken sollte man die Rippenbögen und Rückenwirbel ertasten können, ohne großen Druck ausüben zu müssen. Eine dünne Fettschicht ist dabei völlig unbedenklich und normal.


    Ausprägung der Taille: Betrachtet man die Katze von oben, sollte sie einen kurvigen Körper aufweisen, dessen Taille man gut erkennen kann


    Hängebauch: Ein weiteres Zeichen für Übergewicht ist ein stark ausgeprägter Hängebauch, diesen sollte man jedoch nicht mit der "Urwampe" verwechseln, welche nach der Kastration im hinteren Drittel des Bauches auftritt.


    Ist man sich nicht sicher, ob die eigene Katze an Übergewicht leidet, sollte man diese am besten beim Tierarzt untersuchen lassen. So ein jährlicher Basis-Check ist sowieso empfehlenswert und der Tierarzt bewertet dann auch immer das Gewicht und die Statur der Katze.

    Wie es bei einer Katze zu Übergewicht kommt, ist sehr einfach zu beantworten; wenn sie über den Tag verteilt mehr Energie zu sich nimmt als sie verbrennt, wird die überschüssige Energie als Fett gespeichert und die Fellnase nimmt zu. Dazu gibt es dann noch einige Risikofaktoren, die das Übergewicht begünstigen:


    Falsche Ernährung: Katzen sind reine Fleischfresser. Überflüssige Kohlenhydrate wie Zucker und Getreide, welche oft in minderwertigem Futter enthalten sind, schlagen sich schnell auf die Waage.

    Alter: Kommt die Katze in ein höheres Alter (8-10 Jahre) bewegt sie sich weniger.

    Wohnungshaltung: Reine Wohnungskatzen bewegen sich im Durchschnitt weniger als ihre streunenden Artgenossen.


    Kastration: Durch diese Maßnahme ändert sich der Stoffwechsel der Katze, sodass sie weniger Energie verbrennt aber gleichzeitig oft mehr Hunger hat.


    Überfütterung: Werden ständig größere Mengen Futter bereitgestellt, führt dies zu einer hohen Energiezufuhr.


    Leider ist gerade der Bewegungsmangel ein Teufelskreis, denn je übergewichtiger die Katze ist, desto weniger Spaß hat sie an der Bewegung. Dadurch verbrennt sie noch weniger Energie, wodurch sie noch mehr Fett ansetzt.


    Das Übergewicht ist leider nicht nur ein optischer Fehler. Auf Dauer kann es nämlich wie beim Menschen auch für die Katze schädlich sein. Mögliche Erkrankungen, welche durch das Übergewicht stark begünstigt werden, sind:


    - Diabetes

    - Fettlebersyndrom

    - Harnwegserkrankungen wie z.B Harnstein

    - Herz-Kreislauf Erkrankungen

    - Arthrose (Gelenk-Verschleiß)

    - Hautprobleme

    - Atemwegserkrankungen


    Dazu stört das Übergewicht in so gut wie allen Fällen das allgemeine Wohlbefinden der Katze, da sie nicht mehr so beweglich und agil ist, was sie gegenüber anderen Artgenossen anfälliger macht und an ihrem Selbstbewusstsein kratzt. Zudem kann durch ein stärker ausgeprägtes Übergewicht die Lebenserwartung sinken.

    Um das Körpergewicht der Katze wieder in normale Werte zu bringen, muss die Energiebilanz so umgelegt werden, dass mehr Energie verbrannt als zugeführt wird.

    Es empfiehlt sich aber, zuerst körperliche Ursachen wie z.B eine Schilddrüsen-Störung beim Tierarzt ausschließen zu lassen. Sollte die Katze an sich gesund sein, kann man eine Gewichtsreduzierung versuchen, indem man nur noch ca. 80% der täglichen Futtermenge füttert. Ergänzend empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass sich die Katze auch mehr bewegt. Dafür eignen sich ein paar kleine Spielrunden mit einer Katzenangel, welche in den normalen Alltag eingebaut werden.


    Ein weiterer wichtiger Punkt ist das richtige Katzenfutter. So sollte man am besten auf Nassfutter ausweichen, da Trockenfutter eine hohe Energiedichte besitzt. Das Nassfutter darf keine Zusätze wie Zucker, Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse enthalten und sollte einen hohen Fleischanteil von mind. 60-90% aufweisen.

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