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Gesundes Katzenfutter; So erkennt man hochwertiges Nassfutter

In Tierfachgeschäften und Supermärkten gibt es mittlerweile ganze Regale, welche mit den verschiedensten Futter-Sorten für Katzen gefüllt sind. Da fällt es natürlich nicht immer leicht, die richtige Wahl zu treffen, um der eigenen Katze ein ausgewogenes und gesundes Futter zu kaufen.



Deshalb haben wir nachfolgend die wichtigsten Punkte aufgelistet, mit welchen man auch als Laie schnell ein hochwertiges Katzenfutter erkennen kann:

Die Zusammensetzung

Ein gutes Nassfutter erkennt man am schnellsten an der offen deklarierten Zusammensetzung, welche man hinten auf der Verpackung lesen kann.

Gute Deklaration: 70% Kalb (bestehend aus ca. 50% Herz & Muskelfleisch, davon ca. 2/3 Fleisch und 1/3 Herz; ca. 50% Innereien, davon je ca. 1/3 Leber, Lunge, Nieren), 27,45% Trinkwasser, 1% Aprikosen,1% Ananas, 0,15% Taurin, 0,15% Leinöl, 0,15% Meersalz, 0,1% Seealge. Ein eher minderwertiges Nassfutter verrät sich oft durch eine geschlossene Deklaration. Das bedeutet, die genauen Anteile an Fleisch und anderen tierischen Erzeugnissen sind unter Hauptbegriffen verschleiert.

Schlechte Deklaration: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% Geflügel, 4% frisches Fleisch), Getreide, pflanzliche Eiweißextrakte, Mineralstoffe.

Bei der schlechten Deklaration sind gerade mal 4% wirklich dem Geflügel zuzuordnen und 4% sind sogar Fleisch anderer Herkunft. Die 4% Geflügel sind dann meist noch nicht einmal reines Fleisch oder hochwertige Innereien, sondern können auch größtenteils nur durch minderwertige tierische Nebenerzeugnisse gedeckt sein.

Die einzelnen Inhaltsstoffe verschiedener Katzenfutter näher beleuchtet


Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: Diese Zutaten sollten den größten Anteil im Katzenfutter aufweisen und werden bei einem hochwertigen Futtermittel direkt mit einem prozentualen Anteil benannt. Es ist optimal, wenn der Anteil an Fleisch und klar genannten tierischen Innereien mehr als 60% beträgt. Dass der Anteil an Fleisch und somit an tierischen Proteinen so hoch sein muss, ist selbsterklärend, schließlich ist die Katze ein Carnivore (reiner Fleischfresser).


Der Begriff "Tierische Nebenerzeugnisse" selbst ist in seiner Zusammensetzung in der Futtermittel-Industrie undifferenziert. Denn dabei kann es sich um sinnvolle Zutaten im Katzenfutter handeln, wie z.B. Innereien (Herz, Magen, Leber und Lunge), es ist aber auch möglich, dass dieses Futter minderwertige, für die Katze kaum verwertbare Schlachtabfälle enthält. Zu diesen Schlachtabfällen zählen Blut, Haut, Knochen, Hufe, Borsten und Hörner.


Während bei einem hochwertigen Nassfutter-Sorten deshalb solche Zugaben im Regelfall klar genannt werden ( z.B. "Fleisch und Innereien, bestehend aus Herz, Leber und Magen"), verstecken minderwertige Futter-Varianten ihre Nebenerzeugnisse gerne unter dem allgemein geltenden Begriff. So ist für den Katzenhalter bei den meisten "Supermarkt"-Futtersorten leider nicht nachvollziehbar, ob nun gute, für die Katze optimal verwertbare Innereien oder schlechte, nur als billige Füllstoffe dienende tierische Schlachtabfälle in dem Futter verarbeitet wurden.


Pflanzliche Bestandteile: Ob Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse ( dabei handelt es sich um Abfallprodukte wie Erdnussschalen, Gemüseabfälle, Stroh usw.) oder pflanzliche Eiweiße, diese Inhaltsstoffe haben in nennenswerter Menge nichts im Katzenfutter zu suchen. Leider dienen sie im Die Verdauung unserer Fellnasen ist nämlich auf Fleisch ausgelegt und deshalb sind solche Beigaben im Futter nur schwer zu verstoffwechseln und liefern nur bedingt Energie. In kleiner prozentualer Menge (bis zu 10%) können Ballaststoffe und Kohlenhydrate für die Verdauung durchaus förderlich sein, in freier Wildbahn verdauen sie ja auch den Mageninhalt ihrer Beutetiere mit.


Zucker und zuckerhaltige Inhaltsstoffe: Diese Beigaben werden so manchem Futter beigemischt, um Konsistenz, Aussehen und Akzeptanz zu verbessern. Leider hat dies auch gesundheitliche Folgen, denn Zucker und Kohlenhydrate (Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse) begünstigen je nach Beschaffenheit die Entstehung von Diabetes und Übergewicht. Ein weiterer Faktor, der gegen den Zucker im Futter spricht ist, dass er die Verdaulichkeit von Proteinen verschlechtert. Auch wenn in der Zusammensetzung vom Katzenfutter kein Zucker aufgeführt ist, heißt dies nicht, dass auch kein Zucker enthalten ist. Dieser versteckt sich nämlich auch in anderen Begrifflichkeiten wie z.B. Inulin, Karamell, Cassia Gum, Johannisbrotkernmehl, Gummi Arabicum und FOS / MOS.

Weitere chemische Zusätze: Ob nun Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder andere E-Nummer-Zusätze. All dies hat nichts im Katzenfutter zu suchen. In der Futterindustrie werden solche Bestandteile gerne dazu eingesetzt um minderwertiges Futter aufzuhübschen und für die Katzen attraktiver zu gestalten. Dass dies keiner gesunden und natürlichen Ernährung entspricht, erklärt sich von selbst.

Die analytischen Bestandteile


Um den Nährstoffgehalt eines Futtermittels genau bestimmen zu können, wird dies analysiert. Als Ergebnis dieser Analyse erhält man anschließend folgende Werte, mit welchen sich das Nassfutter besser einschätzen lässt:


Protein: Der Wert lässt darauf schließen, wieviel Prozent Protein im Futter enthalten ist. Er sollte mindestens 7% bis 10% betragen. Es ist wichtig zu wissen, dass der Proteingehalt nicht zwischen den für die Katze guten, tierischen Proteinen und den weniger geeigneten, pflanzlichen Proteinen unterscheidet. Deshalb ist dieser Wert immer im Zusammenhang mit der Zusammensetzung des Futters zu bewerten. Ein höherer Proteingehalt als in unserer Empfehlung angegeben ist somit durchaus wünschenswert, wenn er eben aus tierischer Quelle stammt.


Fettgehalt: Wie der Name schon andeutet, bestimmt dieser Wert den Anteil der Fette im Nassfutter. Idealerweise sollte er zwischen 2% bis 7% liegen. Da dieser analytische Wert keinen Unterschied zwischen pflanzlichem oder tierischem Fett macht, ist es wichtig, dass dieser aus tierischem Ursprung stammt.

Rohfaser: Hier wird der Anteil an für die Katze unverdaulichen pflanzlichen Ballaststoffen bestimmt. Ein gewisser Anteil ist für die Verdauung durchaus hilfreich, mehr als 1% sollten allerdings nicht im Futter enthalten sein. Desto höher der prozentuale Anteil, umso mehr pflanzliche Inhaltsstoffe enthält das Futter und diese können von der Katze als reiner Fleischfresser nur schlecht verstoffwechselt werden.


Rohasche: Dieser Gehalt sagt aus, wie viele Mineralstoffe (anorganische Stoffe) nach der Verbrennung der organischen Stoffe noch übrig bleiben. Der Wert sollte idealerweise bei rund 1,5% bis 2% liegen.

Feuchtigkeit: Ein wichtiger Punkt in der artgerechten Ernährung von Katzen ist der richtige Anteil an Flüssigkeit im Futter. Dies begründet sich dadurch, dass die Katze als ehemaliges Wüstentier den größten Anteil ihres Wasserbedarfs durch die Nahrung deckt. Deshalb ist es empfehlenswert, dass das Nassfutter etwa 50% - 75% Feuchtigkeit enthält. -> Mehr Infos zum Trinkverhalten der Katze <-

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe


Sie sind ein wichtiger Bestandteil im Katzenfutter und dienen dazu, die verschiedenen Funktionen im Körper der Katze aufrecht zu erhalten. Zu ihnen zählen Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe. Der wohl wichtigste Zusatz im Katzenfutter ist Taurin, denn diese lebenswichtige Aminosäure kann die Katze im Gegensatz zu anderen Säugetieren nur in sehr geringen Mengen selbst herstellen. Empfohlen werden rund 50 mg Taurin pro Kg Körpergewicht. Eine ausgewachsene Katze mit Normalgewicht (4-5 kg) hat also einen Tagesbedarf von etwa 200-250 mg Taurin. -> Mehr Infos zum Thema Taurin bei Katzen gibt es hier <- Alle anderen von der Katze benötigten Vitamine und Mineralstoffe sind im Normalfall bereits von Natur aus in ausreichender Menge im Fleisch und in den Innereien enthalten. Ist dies nicht gewährleistet, versetzen Hersteller hochwertiger Nassfutter-Sorten ihre Produkte häufig mit einem entsprechenden Zusatz. So können dann z.B auch Vitamin D, E, Jod, Mangan oder Zink unter den ernährungsphysiologischen Zusatzstoffen aufgeführt sein, um eventuelle Defizite auszugleichen.

Nachfolgend findet ihr unsere Liste mit Herstellern, welche hochwertige Nassfutter für Katzen anbieten. Solche Listen findet man im Internet immer häufiger, deshalb empfehlen wir grundsätzlich, das Futter vor dem Kauf selbst noch einmal an den oben genannten Kriterien zu überprüfen


Hier geht es weiter zu unserer Nassfutter-Liste

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